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Trainingsleckerlis: So passen sie in den Kalorienbedarf deines Hundes

Trainingsleckerlis gehören zur täglichen Futtermenge. Bei einem gesunden erwachsenen Hund sollten Leckerlis und andere Extras höchstens 10 % des täglichen Kalorienziels ausmachen, sofern das tierärztliche Team nichts anderes empfiehlt. Auch ein Teil der normalen Tagesration kann als Belohnung dienen.

Beginne mit dem Tagesbedarf

Notiere das für deinen Hund vereinbarte Kalorienziel. Kennst du es nicht, frage in der Tierarztpraxis nach. Die folgenden Zahlen sind ein Beispiel, keine Fütterungsempfehlung für deinen Hund. Die 10 % sind eine Obergrenze für Extras, kein Ziel, das ausgeschöpft werden muss. Der größte Teil der Energie sollte aus einem geeigneten Alleinfuttermittel kommen.

Quellen: [1] [2]

Rechenbeispiel: ein Tag mit 400 kcal

Ein gesunder erwachsener Hund hat in unserem Beispiel ein vereinbartes Tagesziel von 400 kcal. Davon sind höchstens 40 kcal für sämtliche Extras vorgesehen. Bei 4 kcal je Leckerli sind das maximal zehn ganze Stücke, wenn es keine weiteren Extras gibt. Die übrigen 360 kcal stammen hier aus dem Hauptfutter.

Ein Kauartikel mit 20 kcal lässt nur noch 20 kcal übrig: fünf ganze Leckerlis. Wird ein Leckerli mit 4 kcal in vier geeignete Stücke geteilt, entstehen vier Belohnungen, insgesamt aber weiterhin 4 kcal. Die Stücke müssen zu Größe und Fressverhalten des Hundes passen.

  • Obergrenze für Extras = tägliches Kalorienziel × 0,10.
  • Verbleibende Kalorien = Obergrenze minus andere Extras.
  • Anzahl ganzer Leckerlis = verbleibende Kalorien ÷ kcal pro Stück; abrunden.

Quellen: [1] [2]

Eine Tagesdose für den ganzen Haushalt

Miss die Trainingsbelohnungen vorher ab und halte die Portionen mehrerer Hunde getrennt. Alle Beteiligten sollten wissen, was schon eingerechnet ist. Dazu gehören Kauartikel, Essensreste, Toppings und Futter zur Medikamentengabe. Ein kleines Stück ist nicht automatisch kalorienarm.

Nimm Trainingskroketten aus der abgemessenen Tagesration, statt zusätzlich eine Schaufel zu geben. Sie bleiben Hauptfutter, auch wenn sie beim Training verfüttert werden. Nutze die Kalorienangabe oder frage den Hersteller, wenn sie fehlt.

Quellen: [1]

Die Belohnung muss zur Aufgabe passen

Dogs Trust empfiehlt Belohnungen, die der Hund tatsächlich mag; Spiel und Zuwendung können ebenfalls funktionieren. Eine bekannte Übung im ruhigen Zimmer ist etwas anderes als Lernen unter Ablenkung. Hebe besonders attraktive, geeignete Belohnungen für schwierigere Situationen auf und gib kleine Portionen. Kürze nach einem großzügigen Training nicht ungeplant drastisch die Mahlzeit.

Quellen: [3]

Wann eine individuelle Regel nötig ist

Bei einer verordneten Diät, Futterempfindlichkeiten oder einer Erkrankung können andere Belohnungen nötig sein. Kläre die Verträglichkeit mit dem tierärztlichen Team. Kalorienrechnen macht weder einen gefährlichen Inhaltsstoff noch einen ungeeigneten Kauartikel sicher. Welpen und Hunde im Abnehmprogramm brauchen eine individuelle Vorgabe.

Für die nächste Einheit reichen eine abgemessene Dose, ein abgestimmtes Tagesziel und eine Notiz über zusätzliche Gaben.

Quellen: [1] [2]

FAQ

Sind 10 % des Futtergewichts auch 10 % der Kalorien?

Nein. Lebensmittel enthalten unterschiedlich viele Kalorien pro Gramm. Rechne mit kcal, nicht mit einem Zehntel des Napfgewichts.

Kann ich normales Hundefutter als Belohnung nehmen?

Ja, wenn es geeignet ist und deinen Hund motiviert. Ziehe es von der abgemessenen Tagesration ab, damit es nicht doppelt zählt.

Gilt die Leckerlimenge für jede Trainingseinheit neu?

Nein. Sie gilt für den ganzen Tag, einschließlich Belohnungen anderer Personen und sämtlicher Extras.

Quellen

  1. Prevention of Obesity — American Animal Hospital Association (AAHA)
  2. Feeding treats to your dog — World Small Animal Veterinary Association (WSAVA)
  3. How to train your dog using positive reinforcement — Dogs Trust

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